Heute (20.02.) lese ich in der Hofgeismarer Allgemeine, dass der AfD-Spizenkanditat Alexander Stock davon ausgeht, dass 14 Sitze für die Partei im neuen Kreistag realistisch seien.
In der gleichen Ausgabe steht, dass die Partei auch in Hofgeismar nicht für die Stadtverordnetenversammlung antritt. Das Gleiche gilt für Bad Karlshafen und noch in weiteren Gemeinden im Landkreis.
Sich für ein Parlament zu bewerben, dass mehr Einfluss aufweist, als ein "kleines Stadtparlament" mit 17 Sitzen - wie bei uns om Ort - ist natürlich demokratisch legitim. Doch frage ich mich, wie beispeilsweise der auf Platz 3 der AfD-Kreistagsliste platzierte Herr Kohlweg sich (weiterhin) für Belange des Kreises engagieren kann, wenn ihm sowohl die "Bodenhaftung" eines Engagements in einem der Orte im Kreis fehlen, als auch seine fehlende Eignung durch sein beständiges unentschuldigtes Fehlen in den Sitzungen der Stadtverordenetenversammlungen offensichtlich ist?
Die Abgeordneten dieser Partei messen mit zweierlei Maß: Das Recht auf eine Beteiligung im Kreistag nehmen sie gerne im Anspruch, geht es um die kleinteiligere Arbeit in einem Stadtparlament, ist es mit dem Pflichtverständnis schnell vorbei. Staatstragende Verantwortung kann man so nicht übernehmen.
Dazu noch ein Zitat aus der Hofgeismarer Allgemeinen (ebenfalls von heute): "Fragt man den AfD-Spitzenkandidaten für die Kreistagswahl aber nach seinen kommunalpolitischen Schwerpunkten, wird es inhaltlich schnell dünn."
Leider steht das aber nicht auf den AfD-Wahlplakaten und die Menschen wählen die Partei trotzdem.